Weihnachten auf der Südinsel
Pohara Beach

Pohara Beach

Harwoods Hole

Harwoods Hole - Hinter dem Felsen sind fast 200 Meter schwarzes Nichts.

Harwoods Loch

Ein kleines Felsloch beim großen Harwoods Loch

Pancake Rocks Cafe

Zu Gast im Pancake Rocks Cafe, Punakaiki

Punakaiki Cavern

In der Punakaiki Cavern

Glowworms

Glowworms in der Punakaiki Cavern, die verbringen ihr gesamtes Leben im Dunkeln.

Punakaiki Beach

Heiligabend am Punakaiki Beach

Pororari River

Pororari River im Regen

Nach dem Regen

... und nach dem Regen

Pancake Rocks

Pancake Rocks mit Touristen

Was siehst du?

Und was siehst du?

Lake Brunner

Lake Brunner, auf dem Weg zum Arthur's Pass

Devil's Punchbowl Falls

Devil's Punchbowl Falls mit Touristen

Auf dem Weg zur Bealey Spur Hut

Auf dem Weg zur Bealey Spur Hut

Waimakariri River Valley

Waimakariri River Valley

Blick Richtung Arthur's Pass

Blick Richtung Arthur's Pass

Zwei Tage verbrachten wir in Pohara, an der Golden Bay, nachdem wir die paradiesische Tour durch den Abel Tasman Nationalpark gemacht hatten. Wir hatten eine wunderbare Unterkunft mit Blick auf Meer und Wellen. Dort konnte ich ausgiebig am Strand entlang laufen und Muscheln sammeln, Mark hat das wohnliche Ambiente und den Blick nach draußen genossen. Wir waren von der 7-tägigen Tour echt kaputt und gönnten uns in Pohara Ruhestunden und mal wieder selbstgekochtes Essen.

Leider hatten wir dort nur 2 Nächte gebucht, die Zeit ging zu schnell rum und wir mußten nach kurzer Zeit schon wieder unsere Sachen packen. Warum gehen schöne Stunden eigentlich soviel schneller rum?

Von Pohara mußten wir erstmal wieder die Einbahnstrasse "raus" bis Motueka fahren, um dann in Richtung Westküste und Punakaiki zu kommen. Auf dem Weg nach Motueka wollten wir uns noch das Harwoods Hole ansehen. Die 10 km lange Schotterpiste zum Carpark war eng und staubig, glücklicherweise kamen uns um diese Zeit noch keine anderen Autofahrer entgegen. Der 30-minütige Fußweg zum Hole ging durch einen wunderschönen Wald. Wir mußten am Ende sogar ein wenig kraxeln und standen dann irgendwann vor einem tiefen Abgrund mit steil aufragenden Karstwänden herum. Das Loch wurde wohl auch im "Herr der Ringe" als Filmkulisse genutzt, wir erkannten es aber nicht wieder... Die Tiefe konnten wir nur erahnen, aber beeindruckend wars schon, wobei der Weg zum Loch fast schöner war, als das Loch selber, nun ja.

Bis Punakaiki wars eine lange Tour und als wir endlich das Meer mit den schroffen Felsskulpturen sahen, dauerte es nicht mehr so lange bis zu unserer "Weihnachtsunterkunft". Das Beachmotel war wieder fast am Strand, alllerdings nur fast. Uns trennte eine Felsenmauer vom Wasser, was aber auch gut war, denn die Brandung war enorm. Hinter dem Hotel ragte eine steile Felswand empor und das laute Rauschen der Wellen wurde dadurch noch verstärkt. Was für ein Getöse :-)

Am nächsten Tag, Heiligabend, wurde leider das Wetter schlecht und weder Strand noch Pancake Rocks konnten wir erforschen, allerdings gab es ganz in der Nähe eine Höhle, wo man Glühwürmchen sehen konnte. Mit Stirnlampen bewaffnet machten wir uns auf in die Dunkelheit. Es tropfte, war ganz schön rutschig, aber an einer Stelle konnten wir sie leuchten sehen. Toll.

Am nächsten Tag war das Wetter immer noch nicht besser, aber wir wollten unbedingt den Pororari River Loop machen, einen ca. 3-stündigen Gang durch den Wald. Mit dem gesamten Regenzeug am Körper (den Poncho zogen wir noch über die Jacken, weil es so schiffte) ging es einen sattgrünen Weg am Fluss entlang. Nach ca.einer Stunde bogen wir vom Fluss ab und folgten dem Inland Park Track bis wir zu einer Swingbridge kamen. Die Brücke ist erst seit ein paar Jahren dort, im Rother Wanderführer wird noch darauf hingewiesen, dass man den Fluss nur bei Niedrigwasser zu Fuß durchqueren kann. Wir waren über die Brücke sehr dankbar, denn bei der Strömung wärs eine aufregende bis unmögliche Sache geworden.

Nach diesem schönen Rundwanderweg kamen wir direkt an den Pancake Rocks vorbei, die eigentliche Attraktion in Punakaiki. Auf dem geteerten Rundweg kamen wir an bizarren Felsen vorbei, die von den kräftigen Wellen erheblich unterspült werden und nur bedingt nach Pfannkuchenbergen aussahen... durch Unterspülungen und Abbrüche entstehen auch sogenannte Blowholes, aus denen das Wasser fontänenartig herausgedrückt wird. Das war sehr beeindruckend zu sehen, auch wenn es touristisch war und eine Menge Leute mit uns den Weg gingen.

Nach diesen sehr unterschiedlichen Küstenerfahrungen in Pohara und Punakaiki ging es in die Berge. Nächste Station war Arthur's Pass. Vorher mußten wir aber noch in Greymouth tanken und einkaufen, denn in Arthur's Pass Village gab es nix außer einem Visitorcenter und den hohen Bergen. Die Strasse ging bis zum Ort an einem sehr, sehr breiten Flussbett vorbei. Wenn hier im Frühjahr das Schmelzwasser von den Bergen kommt, wird das jetzige kleine Rinnsal sicherlich "etwas" größer, schwer vorzustelllen, wieviel Wasser dann durch dieses Tal fließt.

Für den Nachmitag klappte noch eine kurze Tour zur Devils Punch Bowl, einem hohen Wasserfall. Der Weg war geschottert und mit diversen Treppen ausgestattet, so dass wohl auch hier viele Touristen vorbei kommen, um sich diesen schicken Wasserfall anzusehen. Wir hatten Glück und konnten allein auf der Plattform gucken, staunen und natürlich Fotos machen.

Mit unserer Unterkunft hatten wir diesmal nicht soviel Glück. Wir hatten ja in Greymouth gut eingekauft, um wieder kochen zu können, aber leider gabs in dem kleinen Motel-Zimmerchen nicht die im Internet versprochend Kochgelegenheit. Außerdem wars etwas runter gekommem und auch nicht besonders sauber, so dass wir das historische Bealey Hotel nicht wirklich empfehlen können. Mit dem Kochen wurde es aber noch was, denn wir bekamen nach einer kurzen Diskussion mit dem Manager noch eine Kochplatte und eine Mikrowelle ins Zimmer gestellt. Immerhin.

Eine kleinere Wanderung machten wir hier noch, nämlich zur Bealey Spur Hut. Wir hatten auf dem Weg schon sagenhafte Blicke, konnten unten im Tal sogar irgendwann die Transalpine Bahn sehen und beschlossen dann, gar nicht bis zur Hütte zu gehen. Die Wolken wurden dichter und so gings wieder runter zum Trailhead. Die Tour wäre sowieso keine Rundtour gewesen, so dass wir sowieso den gleichen Weg wieder zurück mußten.

Das war also Arthur's Pass, die angekündigten Massen an Keas sahen wir leider nicht, nur einen einzigen konnten wir kurz beim Hotel erspähen, aber wir bekamen einen ersten Eindruck von den Südalpen hier in Neuseeland.

(Good Grip, 27.12.2013)

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